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Ku(h)lturschock Schweiz, Schranz Gabi, 2009

Gabi Schranz untersucht in ihrer BA-Abschlussarbeit 'Kulturschock Schweiz' die 'Herausforderungen und Unterstützungsmöglichkeiten bei einem Kulturwechsel am Beispiel kurdischer Flüchtlingsfrauen'. Die Autorin skizziert den juristischen Weg, den Flüchtlinge in der Schweiz durchlaufen; ausführlicher geht sie auf das Thema Kulturwechsel unter Asylbedingungen. Unter Einbezug der kurdischen Kultur bündelt Gabi Schranz die Ergebnisse in acht Herausforderungen, denen kurdische Flüchtlingsfrauen in der Schweiz ausgesetzt sind. Der Schlussteil enthält sechs Überlegungen, wie kurdische Flüchtlingsfrauen in dieser Situation unterstützt werden können.
Freundschaft pflegen: Eine konstante, persönliche Beziehung ist in vielerlei Hinsicht bedeutsam für eine kurdische Flüchtlingsfrau. Sie vermittelt einen natürlichen Zugang zur Gastkultur und wirkt der Isolation entgegen.
Wissen über Kulturschock vermitteln: Viele Betroffene werden von den Schwierigkeiten eines Kulturschocks überrascht, weil ihnen dieses Phänomen und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Psyche nicht bekannt sind.
Wissen über Kulturunterschiede vermitteln: Wer die Werte und Denkweisen der Gastkultur versteht, kann sich sicherer und stressfreier bewegen und mit Unterschieden besser umgehen.
Lockere Unternehmungen organisieren: Ein Kulturwechsel ist eine stressige Angelegenheit und der Anspannung kann nur selten entflohen werden, da einen die Schwierigkeiten und Belastungen auf Schritt und Tritt verfolgen. Da ist eine lockere Unternehmung, sei es ein Ausflug in die Natur, ein Kino- oder Konzertbesuch für eine Flüchtlingsfrau eine echte Wohltat!
Sinnvolle Tätigkeiten vermitteln: Bei diesem Punkt geht es darum, dem Gefühl der Sinn- und Nutzlosigkeit entgegenzuwirken. Das kann durch Vermittlung einer ehrenamtlichen Tätigkeit passieren, durch ein sinnvolles Hobby wie Nähen oder Kochen, aber auch indem man jemandem hilft, eine realistische Laufbahnplanung mit konkreten Teilzielen zu erarbeiten.
Eigenverantwortung nicht abnehmen: Auch wenn es Flüchtlingen zu Beginn oft schwer fällt, sich in der Schweiz zurecht zu finden, sollte man nie vergessen, dass es sich hier um Personen handelt, die viel Lebenserfahrungen mit sich bringen und schon verschiedene Extremsituationen gemeistert haben. Diese Ressourcen sollte man zu fördern versuchen und nicht durch falsche Abhängigkeiten unterbinden.
