Drei Abschlussarbeiten ausgezeichnet

04.10.2022

Preisträger erhalten CHF 1000 für ausgezeichnete Abschlussarbeiten

Titel

Aufgrund ihrer großartigen Leistungen erhalten drei Studentinnen und Studenten für ihre Abschlussarbeit einen Förder- oder Innovationspreis. Die Stiftung Bildung und Forschung (sbf) will mit der Vergabe dieser Preise theologischen Nachwuchs fördern. Die Preisträger:innen Lydia Junker, Ben von Gunten und Rahel Brechbühl erhalten je ein Preisgeld von CHF 1000.—. Die ausgezeichneten Abschlussarbeiten sind auf der Homepage von IGW öffentlich zugänglich. 

Lydia Junker, Die Black Church: Der Exodus der Afroamerikaner und Afroamerikanerinnen aus der weißen Vorherrschaft?

In ihrer ausgezeichneten Abschlussarbeit setzt sich Lydia Junker mit der so genannten Black Church auseinander. Deren Einfluss auf die historischen Protestbewegungen der afroamerikanischen Bevölkerung wird in der Rassismus-Debatte in Deutschland kaum beachtet. Und genau diese Lücke füllt Lydia mit ihrer Arbeit. Sie zeichnet nach, wie sich die Black Church unter der weißen Vorherrschaft herausbildete, organisierte und zu einer befreienden Kraft für die Afroamerikaner und Afroamerikanerinnen im Kampf gegen eine weiße Dominanz wurde. Durch die präzise Darlegung des komplexen Verhältnisses von Black Church und weißer Vorherrschaft leistet Lydia einen Beitrag dazu, dass die politische Bedeutung der Black Church auch im deutschsprachigen Raum mehr Beachtung findet. Deshalb verleiht ihr die Stiftung Bildung und Forschung den Förderpreis. Hier gehts zur Abschlussarbeit

Benjamin von Gunten, Christliche Wirtschaftsethik zwischen Utopie und Opportunismus: Ein Vergleich zwischen einem systematisch-theologischen (Rich) und einem biblisch-theologischen (Segbers) Ansatz mit Impulsen für die Lokalgemeinde

Benjamin von Gunten stellt sich in seiner Abschlussarbeit der Frage nach einer christlichen Wirtschaftsethik: Wie kann eine solche aussehen und begründet werden? Dazu setzt er sich mit den zwei Wirtschaftsethiken von Arthur Rich und Franz Segbers auseinander. Dieser argumentiert primär biblisch-theologisch, jener auf der Ebene der Systematischen Theologie. Ben stellt beide Ansätze detailliert dar, zeigt ihre Vor- und Nachteile auf und vergleicht Relevanz und Umsetzbarkeit beider Modelle. Aus dieser sehr gut nachvollziehbaren Argumentation ergeben sich zum Schluss konkrete Impulse für die Lokalgemeinde. Für diese ausgezeichnete Arbeit verleiht die Stiftung Bildung und Forschung den Innovationspreis. Hier gehts zur Abschlussarbeit

Rahel Brechbühl, Der Heilige Geist im Drama des Kreuzes: Eine literarische Auseinandersetzung mit drei Ansichten zur Rolle des Heiligen Geistes im Kreuzesgeschehen zu Golgatha

Welche Rolle kommt dem Heiligen Geist im Kreuzesgeschehen zu? Dieser überraschenden und spannenden Frage widmet sich Rahel Brechbühl in ihrer Abschlussarbeit. Sehr gut nachvollziehbar stellt sie die Kreuzestheologien von John Stott, Frank D. Macchia und D. Lyle Dabney einzeln vor und vergleicht anschließend die jeweilige Bedeutung des Heiligen Geistes in diesen Ansätzen. Dies ermöglicht ihr herauszuarbeiten, worin genau der spezifische Beitrag einer Kreuzestheologie liegt, die bewusst auch die Rolle des Geistes berücksichtigt und so das Kreuzesgeschehen stärker trinitarisch entfaltet. Für diesen wichtigen Beitrag verleiht ihr die Stiftung Bildung und Forschung den Innovationspreis. Hier gehts zur Abschlussarbeit

Wir wünschen unseren Absolvierenden, dass sie auch weiterhin die Zeit und Energie finden, aktuell brennende Fragen in dieser Tiefe zu untersuchen und neue Wege aufzuzeigen, wie Gottes Reich Gestalt gewinnen kann.

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