Die Bibel von gestern für heute, Claudia Schubert

06.09.2021

Ein literarischer Vergleich der neutestamentlichen Hermeneutik von Klaus Berger und Hans Weder zur Rolle des historischen Kontexts

Mit ihren zweitausend und mehr Jahre alten Texten ist die Bibel ein wirklich altes Buch. Trotzdem ist sie das meistverkaufte der Welt. Sie hat einen außerordentlichen Einfluss, da Christen weltweit in ihr normative Bedeutung für ihr Leben heute suchen. Bibelauslegung ist daher ein zentrales Thema für die Kirche. Sie kann und muss klären, wie das Verständnis und die Anwendung dieser alten Texte heute verantwortungsvoll geschehen kann: In welcher Weise soll dem historischen Kontext bei der Suche nach der normativen Bedeutung eines Bibeltextes für heutige Lesende Rechnung getragen werden? Um diese Frage zu beantworten, werden in dieser Arbeit die neutestamentlichen Hermeneutiken von Hans Weder und Klaus Berger dargestellt und miteinander verglichen. Auf Grundlage dessen werden Diskussions-punkte entwickelt, die anschließend theologisch reflektiert werden. So konnte herausgearbeitet werden, dass zunächst der historische Sinn eines Bibeltextes anhand der Exegese erarbeitet werden muss, um anschließend die Bedeutung eines Bibeltextes für heute entdecken zu können. Eine verantwortungsvolle Auslegung braucht deshalb eine Methodik, die sowohl den historischen Kontext als auch den Kontext der Lesenden heute beachtet. Da dies nicht von alleine geschieht, sollte die Kirche ihren Umgang mit der Bibel bewusst reflektieren und die Menschen darin unterstützen und anleiten. Die acht Leitlinien am Ende dieser Arbeit sollen eine Hilfestellung dazu geben. 



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