Förder- und Innovationspreis für Absolventen

02.10.2019

Drei Abschlussarbeiten ausgezeichnet

Aufgrund ihrer großartigen Leistungen erhalten drei Studentinnen und Studenten für ihre Abschlussarbeit einen Förder- bzw. Innovationspreis. Die Stiftung Bildung und Forschung (sbf) will mit diesem Preis gezielt theologischen Nachwuchs fördern. Die Preisträger Natalie Stucki und Tabea Gutmann erhalten als Förderpreis je CHF 1'500 und Rafael Hugentobler als Innovationspreis CHF 1'000. Die ausgezeichneten Abschlussarbeiten sind auf der Homepage von IGW öffentlich zugänglich.

Nathalie Stucki
Was haben Ökologie und Theologie miteinander zu tun? Haben sie überhaupt etwas miteinander zu schaffen? Dieser Frage geht Nathalie Stucki nach. Sie untersucht in ihrer Abschlussarbeit mit dem Titel „Umweltschutz als christlicher Auftrag“ die biblisch-theologische Argumentation von evangelikalen Autoren zwischen 1974 und heute und reflektiert diese anhand klarer Kriterien. Dabei fragt Natalie, welche Rolle den einzelnen Christen und den christlichen Gemeinden im Umweltschutz zukommt. Als Ergebnis präsentiert sie motivierende, konkrete Umsetzungsvorschläge.

Tabea Gutmann (Bild)
Die persönliche Begegnung mit Menschen in existentieller Not und das Erleben der lang andauernden Wirkung vergangener Gewalt fordern heraus. Vom Standpunkt des Glaubens aus drängt sich die Frage auf, wie unser Gottesbild mit dieser Wirklichkeit vereinbar ist. In ihrer Arbeit mit dem Titel „Die Kirche des 21. Jahrhunderts zwischen Resignation und Partizipation“ geht Tabea Gutmann dieser Frage nach. Doch statt dass sie sich auf die theoretische Auseinandersetzung mit der Theodizee einlässt, wählt sie dabei einen eigenen, stärker lösungsorientierten Weg: Sie untersucht das transformatorische Potenzial von Ärger, Wut und Zorn und entdeckt dabei die Aggression als eine von Gott geschenkte Ressource für den Umgang mit der Wirklichkeit.

Rafael Hugentobler
In unserem Alltag leben wir Seite an Seite mit Muslimen – wir wohnen im selben Quartier, gehen zur selben Schule und arbeiten in denselben Firmen. Dennoch unterscheiden sich unsere Weltanschauungen in verschiedenen Punkten. Einer der großen Unterschiede zwischen Muslimen und Christen ist das Verständnis von Jesus. Diesem Unterschied widmet sich Rafael Hugentobler in seiner Abschlussarbeit. Seine Motivation liegt allerdings nicht darin, Gräben aufzureißen. Vielmehr möchte er die gemeinsame Begegnung mit- und das Verständnis voneinander fördern. Deshalb geht er in seiner sehr differenziert argumentierenden Arbeit mit dem Titel „Christliche Einflüsse auf die Entstehung des Islam“ der spannenden Frage nach, ob das islamische Jesusverständnis von der nestorianischen Christologie geprägt worden sei.

Wir gratulieren Nathalie, Tabea und Rafael!


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